Ratgeber Neurodermitis

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Neurodermitis: Symptome und Diagnose

Neurodermitis ist eine Erkrankung, die in Schüben verläuft. In akuten Phasen treten die charakteristischen Symptome auf: Es kommt zu entzündeten Ekzemen, die z. T. nässen und verschorfen können. Hinzu kommt ein quälender Juckreiz, der sich durch Kratzen nicht bessert. Vielmehr bewirkt das Kratzen eine weitere Irritation der Haut und vermehrt damit den Juckreiz zusätzlich.

Die Ekzeme treten meist an bestimmten Körperstellen auf. Bei Säuglingen und Kleinkindern entstehen sie besonders häufig an den Wangen, der Kopfhaut, den Ellenbogen und Kniegelenken. Bei älteren Kindern und Erwachsenen bilden sich die Ekzeme vermehrt in den Armbeugen und Kniekehlen, jedoch auch im Gesicht, am Hals und an den Füßen. Menschen, die an einer besonders schweren Form von Neurodermitis leiden, haben die Ekzeme u. U. am gesamten Körper.

Die Diagnose einer Neurodermitis erfolgt anhand eines Anamnesegesprächs und einer eingehenden körperlichen Untersuchung. Bei der Anamnese liegt das Augenmerk auf eventuell bekannten Fällen von Neurodermitis oder anderen atopischen Erkrankungen in der Familie des Patienten. Auch der für Neurodermitis charakteristische schubweise Verlauf mit symptomfreien Zeiträumen, die sich mit akuten Phasen abwechseln, kann ein wichtiger Hinweis sein.

Im Zentrum der körperlichen Untersuchung steht die Begutachtung der Ekzeme sowie der Zeichen von trockener, schuppiger Haut. Weitere Anhaltspunkte können u. a. die sog. Hertoghe-Zeichen (ein Ausfall der seitlichen Augenbrauen) und ein negativer Dermographismus (ein Kratzen der Haut verursacht eine weiße statt eine gerötete Kratzspur) sein.

Zur Diagnose können des weiteren Labortests herangezogen werden, die eine erhöhte Aktivität des Immunsystems nachweisen können. Darüber hinaus können Allergietests zeigen, ob die Neurodermitis u. U. durch eine Allergie hervorgerufen wird.

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Neurodermitis-News von Curado.de

  • Behandlungsmöglichkeiten im Überblick
    Heilbar ist Neurodermitis bisher zwar nicht, jedoch können die Häufigkeit der Schübe und die Symptomstärke durch geeignete Maßnahmen gemindert werden. Primär gilt es, bekannte Auslöser von Verschlechterungen des Zustands nach Möglichkeit zu meiden. Hilfreich ist es, das Lebensumfeld weitestmöglich auf die Erkrankung abzustimmen.
  • Bei Cortison-Therapie brauchen Kindern magere und salzarme Kost
    Benötigen Kinder längerfristig Cortison, so sollten Eltern auf eine fett- und salzarme Ernährung achten. Eine solche Kost wie auch die Einnahme des Medikaments am Morgen kann nach Angaben des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) das Risiko für etwaige Nebenwirkungen mindern. Auch rotes Fleisch und gesättigte Fette sollten diese Kinder nur sparsam verzehren.